Saisonstart der Vielseitigkeitsreiter:innen in Ried/Riederberg

01.04.2025 - Es war wieder einmal ein super organisiertes Turnier, das beste Voraussetzungen für ein gelungenes Wochenende bot. Jene Reiter:innen, die den Wetterkapriolen standhielten, präsentierten den Sport von seiner schönsten Seite.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Das Organisationsteam rund um die Veranstalter Cornelia Zach und Bernhard Neunteufel hatte einmal mehr gezeigt, was mit Improvisation und Zusammenhalt zu schaffen ist. Denn die regnerische Wetterprognose traf ein – und der Turnierablauf wurde entsprechend den Bedingungen leicht abgeändert. Mit einigen Zeitverschiebungen und angepassten Anforderungen konnten an diesem letzten Märzwochenende alle ausgeschriebenen Bewerbe trotz Starkregens stattfinden.

Die insgesamt 124 Nennungen verteilten sich recht gleichmäßig auf die vier unterschiedlichen Klassen V80+VH80, V90+VH90, V100+VH100 und V105. Einige Reiterinnen und Reiter entschlossen sich angesichts der Wettervorhersage, in niedrigere Klassen zu wechseln, oder sagten ganz ab. Während die Dressurbewerbe am Freitag noch teilweise bei trockenem Wetter stattfinden konnten, regnete es am Samstag den ganzen Tag Schusterbuben. Die Springbewerbe gerieten zur ziemlichen Schlammschlacht, dennoch hielt der Boden am Springplatz angesichts der Wassermassen recht gut. Die Hindernisse im Parcours wurden teilweise etwas niedriger gebaut und so an die erschwerten Bedingungen angepasst. Das war im Gelände zwar nicht möglich – hier entschlossen sich Veranstalter und Funktionäre jedoch, einige Hindernisse aus der Strecke zu nehmen.

Die Geländestrecke ist das Herzstück jeder Vielseitigkeit. Sie war von Gelände- und Parcoursdesigner Andreas Riedl ansprechend und – passend zur ersten Geländeprüfung im Jahr – sehr einladend gebaut. Den unglaublichen Wassermassen zum Trotz hielt der Boden im Gelände gut, und die verbliebenen Pferde konnten problemlos ihr Tempo galoppieren. Das war nicht ganz vorauszusehen, weswegen mehr als die Hälfte der Starter:innen nach den ersten beiden Teilbewerben zurückzog. 50 Reiterinnen und Reiter wagten den Start ins Gelände und präsentierten den Sport von seiner schönsten Seite. Man sah nur ganz wenige Verweigerungen und keinen einzigen Sturz – dafür rhythmisches Reiten in der vorgeschriebenen Zeit und wache Pferde, die den ersten Start des Jahres sichtlich genossen.

Dieser Saisonstart war in jeder Hinsicht eine Herausforderung. Doch der Zusammenhalt hier in Ried war einmal mehr besonders spürbar, wie Richter und Funktionäre bestätigten. Begeistert vom Spirit in Ried war auch die Turnierbeauftragte Mag. Brigitta Keiblinger: „Was das Team Neunteufel hier geleistet hat, ist wirklich enorm. Besonders hervorheben möchte ich auch die Qualität der Ritte nach der Winterpause. Es kam kaum zu Problemen auf der Strecke und glücklicherweise zu keinem einzigen Sturz.“

Was an der Vielseitigkeit immer wieder kritisiert wird, war in Ried nicht zu sehen. Vielmehr sah man mutige Pferde mit Reiter:innen, die ihren Sport genießen und als Partner über das Feld galoppieren.

Im Vielseitigkeitssport hat das erste Turnier des Jahres immer einen besonderen Stellenwert. Siegerin der bei diesem Turnier höchsten Klasse V105 war Amy Rose Frühwirth mit ihrem Trakehnerwallach Gin Tonic, die als Führende ihr Dressurergebnis nach Hause ritt und mit lediglich 27,4 Fehlerpunkten über die Ziellinie galoppierte. Nina Bauernberger mit Little Prinz und Lisa Held mit Bluerave Isabelle sicherten sich Platz zwei und drei.

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